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Basisregeln für die Erste Hilfe bei Unfällen und Überfällen Drucken E-Mail

(F. Naumann, S. 68f, leicht verändert nach Gasch/Lasogga)


1. Sage, daß du da bist und daß etwas geschieht!

Der Verletzte soll spüren, daß er in seiner Hilflosigkeit nicht allein ist. Gehen Sie zu dem Betroffenen hin. Schon der einfache Satz: »Ich bleibe bei Ihnen, bis der Krankenwagen kommt« wirkt entlastend und beruhigend. Er soll auch in den folgenden Minuten weiter über eingeleitete Maßnahmen informiert werden, zum Beispiel »Gleich kommt der Krankenwagen« oder »Sie kommen in gute Hände. Ich habe gerade das Rote Kreuz angerufen , sie sind schon unterwegs«.

2. Schirme den Verletzten vor Zuschauern ab!

Neugierige Blicke sind für Hilflose unangenehm. Plazieren Sie sich so, daß Sie eine Barriere zwischen dem Opfer und den Zuschauern bilden. Weisen Sie Schaulustige freundlich, aber bestimmt zurück: »Bitte treten Sie zurück!« Störenden Zuschauern, die überflüssige Ratschläge erteilen oder von eigenen und gehörten Erlebnissen berichten, geben Sie eine Aufgabe! Sagen Sie zum Beispiel »Kümmem Sie sich bitte darum, daß die Unfallstelle abgesichert ist« oder »Helfen Sie n ür bitte, die Zuschauer auf Distanz zu halten, und sorgen Sie für Ruhe! «

3. Suche vorsichtigen Körperkontakt!

Halten Sie die Hand oder die Schulter des Betroffenen , das wird als angenehm und beruhigend empfunden. Berührungen am Kopf und an anderen Körperteilen wirken dagegen eher beängstigend und sind deshalb zu vermeiden. Begeben Sie sich auf die gleiche Höhe wie der Verletzte, knien Sie neben ihm, oder beugen Sie sich herab. Bleiben Sie in einem Abstand von einem halben bis zu einem Meter. Wenn der Verletzte durch Kleidung eingeengt wird, friert, unbequem liegt oder seine Sachen zerrissen sind, bringen Sie ihn in eine bequemere Lage [außer bei Verdacht auf schwere Knochenbrüche, innere oder WirbeMulenverletzungen!] und legen Sie eine Decke über ihn.

4. Sprich und höre zu!

Sprechen kann für den Verletzten wohltuend sein. Wenn er redet, hören Sie geduldig zu. Sprechen Sie auch von sich aus in ruhigem, bestimmtem Tonfall, auch zu Bewußtlosen. Das beruhigt nicht nur das Opfer, sondern auch Sie selbst und die Umstehenden. Vermeiden Sie Vorwürfe, Ratschläge, Belehrungen. Fragen Sie: »Soll jemand benachrichtigt werden?« Informieren Sie die eintreffenden professionellen Helfer darüber. Sollten Sie Mitleid verspüren   zeigen Sie Ihre Gefühle.