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Ratschläge für Betroffene Drucken E-Mail

zum Umgang mit körperlich seelischen Reaktionen nach einem Notfall oder Unglück


1. Sprechen Sie mit anderen.

Auch wenn es schwer fällt, hilft es, die Gedanken, Gefühle und Erlebnisse mit anderen zu teilen. Es kann notwendig werden, Teile der Erlebnisse mit anderen zu teilen. Es kann notwendig werden, Teile der Ereignisse immer wieder zu besprechen. Auf diese Weise kann man leichter durch eine schwierige Situation hindurchkommen.

Wir wissen, daß die Begegnung mit den Familien von Verunglückten oft schmerzhaft und schwierig für Sie sein kann. Wenn Sie sich dennoch in der Lage fühlen, Kontakt mit den Angehörigen aufzunehmen, kann dies eine gegenseitige Hilfe bedeuten '

Wenn Sie keine Gesprächspartner finden oder zeitweilig nicht über das belastende Ereignis reden möchten, kann es gut sein, die eigenen Erlebnisse wie in einem Tagebuch aufzuschreiben. Sie können auch gerne einen Brief an eine der unten genannten Stellen schicken. Es ist selbstverständlich, daß solche Briefe vertraulich behandelt werden.


2. Sprechen Sie mit Ihren Kindern.

Dieser Brief ist an Sie gerichtet; er ist gleichzeitig zur Hilfe für den Umgang mit Ihrem Kind / Ihren Kindern gedacht. Die Kinder können die gleichen Reaktionen zeigen wie Sie, ohne zunächst hierüber sprechen zu wollen. Sie fürchten, durch ein Sprechen über diese ungewohnten Reaktionen ihre Eltern zu belasten, oder sie schämen sich ganz einfach hierüber (z.B. nächtliches Einnässen, Angstgefühle, Wutanfälle). Gelegentlich werden bisher nicht bekannte Lern- und Konzentrationsstörungen in der Schule beobachtet. Unter bisher vertrauten Spielgefährten können Streitereien auftreten, oder Freude am Spiel will nicht mehr recht aufkommen. - Sprechen Sie ruhig mit Ihren Kindern, was ihnen jetzt Spaß machen kann. Sprechen Sie auch darüber, wie Sie jetzt gemeinsame Feste feiern und den evtl. anstehenden Geburtstag eines verstorbenen Angehörigen begehen wollen.


3. Sprechen Sie mit denjenigen, die sich beruflich für eine Hilfe bereithalten!

Der Hausarzt kann bei der Behandlung der oben aufgeführten Reaktionen sehr viel helfen.

Zögern Sie nicht, sich an die Lehrer Ihrer Kinder zu wenden oder mit den Schulleitern zu sprechen.

Sie können sich mit allen Fragen an kirchliche Seelsorger wenden.

Gute Gesprächspartner und geduldige Zuhörer finden Sie auch bei der Telefonseelsorge und in örtlichen Beratungsstellen.


4. Körperliche Aktivitäten und regelmäßige Tätigkeit sind wichtig, um sich abzureagieren.

Betreiben Sie die Aktivitäten, von denen Sie aus Erfahrung wissen, daß sie ihnen helfen. Für die meisten ist es vorteilhaft, so früh wie möglich den geregelten Tagesablauf wieder aufzunehmen.

Die Gemeinschaft mit anderen, die das gleiche erlebt haben, hilft oft. Vielleicht können Sie sich zu einem regelmäßigen Treffen verabreden, um über das gemeinsame Erlebnis zu sprechen. Normalerweise macht es keine Schwierigkeiten, solche Treffen in einem Raum der örtlichen Kirchengemeinden zu organisieren.

Beim Gebrauch von Alkohol sollte man vorsichtig sein, auch wenn der Alkohol zunächst lindert. Vor Alkoholgenuß in einer schwierigen Lebenssituation können wir nur warnen.


Zusätzliche Unterstützung können Ihnen anbieten:

Die Telefonseelsorge: Tel. 0800-1110111 oder 1110222.

Der Weiße Ring. Zentrale Telefonnummer: 01 30 / 34 99.