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Jahresbericht 2005 Drucken E-Mail

Im Jahr 2005 ist die Zahl der Einsätze der Notfallseelsorge Heidenheim im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Waren im Jahr 2004 34 Einsätze zu bewältigen, so waren es 2005 39 Einsätze. Einer der wohl schwierigsten Einsätze der Notfallseelsorge Heidenheim war ein Verkehrsunfall mit zwei getöteten jungen Erwachsenen. Mehrere Notfallseelsorger waren an diesem Einsatz beteiligt. Die Zahl der Verkehrunfälle mit tödlichem Ausgang ist nach wie vor konstant, vor allem mit meist jungen Opfern. Auch die Gewaltverbrechen im Landkreis, bei denen die Notfallseelsorge zum Einsatz gerufen wurde, haben zugenommen.

Die Einsätze im vergangenen  Jahr umfassten  nahezu das ganze Spektrum der Einsatzindika­tionen der Notfallseelsorge, vom plötzlichen häuslichen Todesfall bis hin zum Tötungsdelikt.

Während des vergangenen Jahres fanden drei Fortbildungsveranstaltungen statt: Das Evange­lische Polizeipfarramt Stuttgart gestaltete eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Ge­waltverbrechen“. Bei einer zweiten Fortbildung waren wir zu Gast bei der Autobahnpolizei in Oggenhausen. Hier stand das „Verhalten im Einsatz auf der Autobahn“ auf der Tagesordnung. Die dritte Veranstaltung diente der Einsatznachbesprechung und -auswertung.

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit war die Notfallseelsorge mit einem eigenen Stand beim „Tag der Sicherheit“ im Juni in der Grabenstraße vertreten, um die Bevölkerung über ihre Ar­beit zu informieren. Lohnend ist diesbezüglich auch ein Blick auf unsere neu gestaltete Ho­mepage, unter: www.notfallseelsorge-hdh.de.

Für das kommende Jahr ist auch für die Notfallseelsorge der „Umzug“ der Leitstelle von Hei­denheim nach Aalen von Bedeutung, da künftig von dort aus die Alarmierung des jeweils diensthabenden Notfallseelsorgers abgewickelt wird.

Zum Ende des Berichtsjahrs sind 26 Kolleginnen und Kollegen in der Notfallseelsorge aktiv. Ferner arbeitet Herr Oberarzt Dr. Bopp weiterhin als psychiatrischer Berater mit. Herr Knol­mar ist unser Ansprechpartner der Polizei, der regelmäßig an unseren Fortbildungsveranstal­tungen teilnimmt.

Unser Dank gilt allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, den Notärzten, der Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes und den Mitarbeitern der Leitstelle Hei­denheim für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso danken wir der Presse für die Un­terstützung in der Öffentlichkeitsarbeit.

Die folgenden Statistiken sollen einen Überblick über die Einsätze des vergangenen Jahres ge­ben:

Einsätze in den Monaten des Jahres 2005

Jan.

Febr.

März

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sept.

Okt.

Nov.

Dez.

2

7

3

3

4

5

1

3

4

4

2

1

insgesamt: 39

 

Einsätze nach Wochentagen:

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

12

5

5

5

3

2

7

 

Einsätze nach Tageszeiten:

Vormittag

Nachmittag

Abend

Nacht

11

14

6

8

 

Einsatzarten
(mit Mehrfachnennungen)

Begleitung bei der Überbringung von Todesnachrichten

8

Begleitung von Angehörigen nach Gewaltverbrechen

4

Unfälle (Verabschiedung von Toten, Begleitung Un- oder Leichtver­letz­ter, menschliche Unterstützung von Hilfskräften)

8

Begleitung von Angehörigen nach plötzlichen Todesfällen (erfolglose Re­animati­on, Suizid ...)

19

Betreuung bei Suiziddrohungen

1

Fehlalarmierungen/abgebrochene Einsätze

-

Nachbetreuung von Einsatzkräften

3

Allgemeine Betreuung (z.B. Verwirrungszustand)

1

Einsatzorte

Heidenheim (m. Teilorten)

12

Niederstotzingen

1

Königsbronn

2

Hermaringen

-

Steinheim

1

Sontheim/Br.

1

Nattheim

2

Herbrechtingen

7

Gerstetten

1

Dischingen

-

Giengen

10

Oggenhausen

-

Großkuchen

1

Autobahn

1

Anfordernde Organisationen

Notarzt

14

DRK

7

Feuerwehr

5

Polizei

12

Autobahnpolizei

1

unbekannt

-

Jürgen Zorn