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Das Jahr 2003 schien bis kurz vor Jahresende ein ganz normales Jahr für die Notfallseelsorge im Landkreis Heidenheim zu werden. Die Einsatzzahlen haben sich zwar im Vergleich zum Vorjahr reduziert, jedoch ist z.B. auch die Zahl schwerer Unfälle mit Todesfolge zurückgegangen (2002: 16 Unfalltote – 2003: 12). Auch waren es in diesem Jahr weniger Suizidfälle als im Jahr zuvor.
Den wohl schwierigsten Einsatz hatte die Notfallseelsorge kurz vor Weihnachten. Drei Jugendliche wurden vor einer Discothek im Zentrum Heidenheims durch Messerstiche tödlich verletzt. Dies stellte uns vor eine große Herausforderung. Der diensthabende Kollege war bei der Familie eines der Getöteten im Einsatz. Bei der Trauerfeier am darauffolgenden Montag hatten sich viele Kolleginnen und Kollegen spontan bereit erklärt, als Gesprächspartner für Betroffene und Nicht-Betroffene zur Verfügung zu stehen. Ihnen sei an dieser Stelle besonders Dank gesagt. Erwähnt sei hier aber auch, dass im Bereich „Gewaltverbrechen“ noch Ausbildungsbedarf besteht. Dies sollte ein möglicher Schwerpunkt im kommenden Jahr sein.
Die Zusammenarbeit mit der Polizei, dem DRK, der Leitstelle und der Feuerwehr ist gut. Die Notfallseelsorge hat mittlerweile ihren „festen Platz“ im Einsatzgeschehen und ist im Bewußtsein der Einsatzkräfte fest verankert. Selbstverständlich sind diese Kontakte zur Polizei und zu den Hilfsorganisationen weiterhin ausbaufähig.
Auch in der Öffentlichkeit rückt die Notfallseelsorge immer mehr ins Bewusstsein. Es kommen immer wieder Anfragen von v.a. Kirchengemeinden, die „etwas mehr“ von der Notfallseelsorge wissen wollen. Gedankt sei auch den Mitarbeitern der örtlichen Presse, welche die Notfallseelsorge in ihrer Berichterstattung immer wieder erwähnen und hervorheben.
In der Notfallseelsorge Heidenheim nahmen vier neue Kolleginen und Kollegen die Arbeit auf. Drei Kollegen haben ihren Dienst beendet. Damit sind zum Ende des Berichtsjahrs 28 Kolleginnen und Kollegen in der Notfallseelsorge aktiv. Ferner arbeitet Herr Oberarzt Dr. Bopp weiterhin als psychiatrischer Berater mit. Herr Knolmar ist unser Ansprechpartner der Polizei, der regelmäßig an unseren Fortbildungsveranstaltungen teilnimmt.
Die Rücklagen der Notfallseelsorge betrugen zum Jahresende 4.472,20 €. Die folgenden Statistiken sollen einen Überblick über die Einsätze des vergangenen Jahres geben.
Einsätze in den Monaten des Jahres 2003
| Jan.
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Febr.
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März
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April
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Mai
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Juni
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Juli
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Aug.
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Sept.
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Okt.
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Nov.
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Dez.
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| 2
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3
|
5
|
1
|
5
|
4
|
3
|
1
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01
|
1
|
3
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4
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insgesamt: 40
Einsatzarten
(mit Mehrfachnennungen)
| Begleitung bei der Überbringung von Todesnachrichten
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7
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| Begleitung von Angehörigen nach Gewaltverbrechen
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1
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| Unfälle (Verabschiedung von Toten, Begleitung Un- oder Leichtverletzter, menschliche Unterstützung von Hilfskräften)
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7
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Begleitung von Angehörigen nach plötzlichen Todesfällen (erfolglose Reanimation, Suizid ...)
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21
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| Betreuung bei Suiziddrohungen
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1
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| Fehlalarmierungen/abgebrochene Einsätze
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-
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| Nachbetreuung von Einsatzkräften
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4
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| Betreuungs- und Gesprächsangebot nach Gewaltverbrechen
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Einsatzorte
| Heidenheim (m. Teilorten)
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16
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Niederstotzingen
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1
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| Königsbronn
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1
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Hermaringen
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3
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| Steinheim
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1
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Sontheim/Br.
|
-
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| Nattheim
|
-
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Herbrechtingen
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2
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| Gerstetten
|
1
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Dischingen
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-
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| Giengen
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4
|
Oggenhausen
|
1
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| Großkuchen
|
2
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Autobahn
|
-
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Anfordernde Organisationen
| Notarzt
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10
|
| DRK
|
4
|
| Feuerwehr
|
2
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| Polizei
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14
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| Autobahnpolizei
|
1
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| NFS (Eigeninitiative)
|
1
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| unbekannt
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-
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Jürgen Zorn
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