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Jahresbericht 2002 Drucken E-Mail

Vom Jahr 2002 können wir sagen, dass es das Jahr der Etablierung war. Dies zeigt zich insbesondere an der gestiegenen Zahl der Einsätze. In diesem Jahr gab es 40 Einsätze zu bewältigen. (vgl. 2001: 31 Einsätze). Das Angebot der Notfallseelsorge im Landkreis Heidenheim wird immer öfter in Anspruch genommen. Bei allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ist unsere Arbeitsgemeinschaft mehr und mehr ins Bewusstsein gerückt. Die Zusammenarbeit können wir als gut bezeichnen. Besonders erwähnenswert und erfreulich ist, dass immer mehr auch die Polizei unser Angebot wahrnimmt. 13 Einsatzanforderungen kamen im Jahr 2002 von der Polizei (2001 waren es fünf).
Durch berufliche Veränderungen von Karl-Heinz Kocka hat es im Sprecherteam einen Wechsel gegeben. Die Nachfolge von Karl-Heinz Kocka hat Jürgen Zorn, kath. Pfarrer in Heidenheim St. Maria, angetreten. Herr Kocka ist weiterhin Notfallseelsorger bei uns und betreut auch weiterhin die Freiwilligen Feuerwehr Herbrechtingen, Abt. Herbrechtingen, insbesondere in der Einsatznachbesprechung.
Die Zusammenarbeit mit der Polizei erfolgt hauptsächlich durch den Konfliktberater der Polizei, Herrn Knolmar, der ständig Kontakt zu uns hält, indem er an unseren Fortbildungsveranstaltungen teilnimmt und auch als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Erwähnenswert für das Jahr 2002 sind noch zwei Ereignisse:
Am 28. September 2002 fand in Giengen eine Katastrophenschutzübung in kleinerem Rahmen statt, bei der sich auch die Notfallseelsorge beteiligte.
Ein weiteres Ereignis war die Jahrhundertflut im August im Süden und Osten Deutschlands. Einige unserer Seelsorger waren in Alarmbereitschaft, um ggf. überregionale Hilfe zu leisten. Eine konkrete Anforderung kam dann allerdings nicht zustande. Für die Zukunft müssen wir uns dennoch Gedanken machen, wie eine solche überregionale Hilfe organisiert und durchgeführt werden kann.

Für das Jahr 2002 war eine Änderung der Alarmierung der Notfallseelsorger geplant, die jedoch erst zu Beginn des Jahres 2003 umgesetzt werden kann. Da die Telekom den Scall-Dienst eingestellt hat und es auch bei der Benutzung des Handys immer noch zu Problemen durch Funklöcher kommt, werden die Notfallseelsorger künftig über Funkalarmempfänger alarmiert. Ab Ende Februar 2003 stehen der Notfallseelsorge zwei FME zur Verfügung, die von der Stadt und dem Landkreis finanziert werden.

In der Notfallseelsorge Heidenheim nahm eine neue Kollegin die Arbeit auf. Damit sind zum Ende des Berichtsjahrs 27 Kolle­gin­nen und Kol­legen in der Notfallseelsorge akt v.
Ferner arbeitet Herr Oberarzt Dr. Bopp weiterhin als psychiatrischer Berater mit.
Die Rücklagen der Notfallseelsorge betrugen zum Jahresende 4.435,57 €.
Die folgenden Statistiken sollen einen Überblick über die Einsätze des vergangenen Jahres geben.

Einsätze in den Monaten des Jahres 2002

Jan.

Febr.

März

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sept.

Okt.

Nov.

Dez.

3

2

1

2

5

4

4

4

1

7

3

4

insgesamt: 40

 

Einsatzarten
(mit Mehrfachnennungen)

Begleitung bei der Überbringung von Todesnachrichten

8

Unfälle (Verabschiedung von Toten, Begleitung Un- oder Leichtverletzter, menschliche Unterstützung von Hilfskräften)

8

Begleitung von Angehörigen nach plötzlichen Todesfällen (erfolglose Reanimation, Suizid ...)

25

Betreuung bei Suiziddrohungen

2

Fehlalarmierungen/abgebrochene Einsätze

1

Nachbetreuung von Einsatzkräften

2

Einsatzorte

Heidenheim (m. Teilorten)

13

Niederstotzingen

2

Königsbronn

-

Hermaringen

-

Steinheim

2

Sontheim/Br.

2

Nattheim

2

Herbrechtingen

8

Gerstetten

3

Dischingen

-

Giengen

7

Autobahn

1

Anfordernde Organisationen

Notarzt

12

DRK

11

Feuerwehr

4

Polizei

13

unbekannt

-

 

Jürgen Zorn