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Jahresbericht 2001 Drucken E-Mail

War das Jahr 2000 ein Jahr des Ausbaus, so kann man das Jahr 2001 als Jahr der Konsolidierung bezeichnen. Die Zahl der Einsätze hat sich bei 31 eingependelt.

Die Zusammenarbeit mit der Polizei wurde in der Fortsetzung einer Fortbildungsveranstaltung dergestalt verstärkt, dass künftig der Konfliktberater der Polizei, Herr Knolmar, ständiger Gast bei den Fortbildungen der Notfallseelsorger ist. Fortgeführt wurde die kontinuierliche Arbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Herbrechtingen, Abt. Herbrechtingen in der Einsatznachbesprechung. Ein wichtiger Akzent im Jahr 2001 war die Einbindung in die Katastrophenschutz-Stabsübung im September. Die endgültige Auswertung steht noch aus. Als vorläufiges Ergebnis kann jedoch die Option festgehalten werden, die Notfallseelsorger im Ernstfall direkt per Handy durch den Kollegen zu führen, der als Berater in der Technischen Einsatzleitung sitzt.

Auch auf Landesebene ist diese Konsolidierungsphase zu erkennen: Es zeichnet sich der Versuch ab, aus der Experimentierphase heraus zu kommen und das in großer Vielfalt Gewachsene nun zu strukturieren. Dazu wurde im Herbst auf der Jahrestagung in Bad Boll von den Zuständigen in den Kirchenleitungen ein Koordinatorenkreis mit einem Vertreter aus jedem Landkreis gegründet. In Blick auf die Ausbildung der Kolleginnen und Kollegen wird seither versucht, einen Überblick über die verschiedenen Modelle zu gewinnen. Ziel ist es, württembergweit einheitliche Module zu entwickeln, um eine Vergleichbarkeit des Ausbildungsstands zu erreichen. So soll auch die Integration von Kollegen beim dienstlichen Wechsel in andere Kreise erleichtert werden.

Aus dem Dienst der Notfallseelsorge in Heidenheim ausgeschieden sind im Jahr 2001 zwei Kollegen, davon einer durch dienstlichen Ortswechsel und einer aus persönlichen Gründen. Dafür nahmen vier neu diese Arbeit auf. Damit sind zum Ende des Berichtsjahrs 26 Kolleginnen und Kollegen in der Notfallseelsorge aktiv. Als Nachfolger für den im Vorjahr ausgeschiedenen Dr. Scheidt arbeitet nun Herr Oberarzt Dr. Bopp als psychiatrischer Berater mit.

Die Rücklagen der Notfallseelsorge betrugen zum Jahresende rd. 7370,- DM.

Die folgenden Statistiken sollen einen Überblick über die Einsätze des vergangenen Jahres geben.

Einsätze in den Monaten des Jahres 2001

Jan.

Feb.

März

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sept.

Okt.

Nov.

Dez.

3

3

2

5

3

2

5

3

2

1

1

2

insgesamt: 31

Einsatzarten
(mit Mehrfachnennungen)

Begleitung bei der Überbringung von Todesnachrichten

6

Unfälle (Verabschiedung von Toten, Begleitung Un- oder Leichtverletzter, menschliche Unterstützung von Hilfskräften)

1

Begleitung von Angehörigen nach plötzlichen Todesfällen (erfolglose Reanimation, Suizid ...)

10

Betreuung bei Suiziddrohungen

1

Fehlalarmierungen / abgebrochene Einsätze

1

Nachbetreuung von Einsatzkräften

1

Einsatzorte

Heidenheim (m. Teilorten)

16

Niederstotzingen

2

Königsbronn

-

Hermaringen

-

Steinheim

2

Sontheim/Br.

2

Nattheim

1

Herbrechtingen

4

Gerstetten

-

Dischingen

-

Giengen

4

Autobahn

-

Anfordernde Organisationen

Notarzt

15

DRK

6

Feuerwehr

3

Polizei

5

unbekannt

2

Karl-Heinz Kocka