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Jahresbericht 1999 Drucken E-Mail
Das Jahr 1999 war nach dem Start der Notfallseelsorge im Kreis Heidenheim 1998 noch ein Jahr des Aufbaus.
Das betraf insbesondere den Ausbau der Kontakte zu den Mitarbeitern an der Basis von Rettungsdienst und Feuerwehren. Hier ist allein aus dem Kreis der Sprecher der NFS zu nennen die Teilnahme an der Kreisversammlung des DRK und der Hauptversammlung der FFW Heidenheim (Pfr. Schmid, K.-H. Kocka), an der Personalversammlung der Polizei in Hei­den­heim (Pfr. Schmid) und am Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes (Pfr. Schmid, K.-H. Kocka) sowie der Besuch eines Übungsabends der FFW Heidenheim mit Ge­spräch über die Notfallseelsorge, das Mitfahren einer Schicht im Notarztwagen und je eine Fortbildungsveranstaltung mit den Notärzten und der DRK Bergwacht Herbrechtingen (K.-H. Kocka), beim Jugend-Rotkreuz (Pfr. Schmid); Pfr. Benz sprach bei der Rettungshundestaf­fel des DRK und dem CVJM-Förderkreis Steinheim vor Ärzten, Polizisten und Feuerwehrangehörigen. Darüberhinaus sind manche Kollegen in ihren Gemeinden in Versammlungen vor Ort präsent gewesen und haben Kontakte geknüpft und gepflegt, so K. Oesterle und S. Sonn bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Steinheim/Söhnstetten und M. Junge beim DRK Bolheim.

Auf der anderen Seite stand der Ausbau der Kompetenz der Kolleginnen und Kollegen durch drei Fortbildungsnachmittage, in denen neben der Einsatzplanung vor allem die Nach­besprechung von Einsätzen und ihre kritische Reflexion im Mittelpunkt stand. In die­sem Zu­sammenhang gebührt besonderer Dank Herrn Oberarzt Dr. P. Scheidt von der Psychiatri­schen Klinik des Kreiskrankenhauses für seine fachliche Begleitung und Beratung. Weiterhin fand in Zusammenarbeit mit der DRK ein Erste-Hilfe-Kurs für die Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger statt. Ein wichtiger Punkt war auch die Teilnahme an der ökumenischen Jahrestagung der Notfallseelsorge auf Landesebene in Bad Boll (Pfr. Benz, K.-H. Kocka).

Im Laufe des Jahres schieden durch Stellenwechsel (2) und aus persönlichen Gründen (1) drei Kollegen aus der Notfallseelsorge aus. Nach Stellenneubesetzungen kann dieser Verlust im kommenden Jahr jedoch wieder ausgeglichen werden.

Als wichtige Beobachtung in diesem Jahr kann festgehalten werden, dass die Zahl der Einsätze gegenüber dem Starthalbjahr sich leicht erhöht hat, jedoch starken Schwankungen un­terworfen ist. Ein wichtiges Instrument zur Erhaltung des Bewußtseins der gemeinsamen Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens „Notfallseelsorge“ scheint die jährliche gemeinsame Sitzung der Verantwortlichen aus Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Not­ärz­ten und Notfallseelsorgern zur Reflexion der Situation. Daneben ist im Moment die Akzeptanz des Dienstes „Notfallseelsorge“ an der Basis der Hilfsorganisationen noch sehr unterschiedlich. Da die Initiative zur Anforderung der Notfallseelsorge vom Einsatzleiter vor Ort ausgeht, liegt in einer stärkeren Bewußtseinsbildung auch ein Schlüssel zu vermehrter Inanspruch­nahme, die durchaus möglich und erstrebenswert scheint, da aus unserer Sicht noch in man­cherlei Situationen Einsatzmöglichkeiten gegeben wären, die bisher nicht immer genutzt werden.

In diesem Zusammenhang ist auch die Anregung von Einsatzkräften zu sehen, über eine an­dere Benennung des Dienstes nachzudenken, da der Begriff “Notfall-seelsorge“ bei manchen Beteiligten Abwehr auslöse. Ein weniger von Vorerfahrungen belasteter Begriff ermöglicht nach Einschätzung von Notärzten bessere Akzeptanz bei vielen Betroffenen.

Die folgenden Statistiken sollen einen Überblick über die Einsätze des vergangenen Jahres geben.

Einsätze in den Monaten des Jahres 1999

Jan.

 

Febr.

 

März

 

April

 

Mai

 

Juni

 

Juli

 

Aug.

 

Sept.

 

Okt.

 

Nov.

 

Dez.

 

1

 

2

 

3

 

2

 

2

 

1

 

2

 

4

 

1

 

1

 

1

 

1

 

insgesamt: 21


Einsatzarten

(mit Mehrfachnennungen)
Begleitung bei der Überbringung von Todesnachrichten

 

3

 

Unfälle (Verabschiedung von Toten, Begleitung Un- oder Leichtverletz­ter, menschliche Unterstützung von Hilfskräften)

 

6

 

Begleitung von Angehörigen nach plötzlichen Todesfällen (erfolglose Reanimation, Suizid ...)

 

9

 

Betreuung bei Suiziddrohungen

 

2

 

Betreuung nach Wohnhauszerstörung

 

1

 

Fehlalarmierungen/abgebrochene Einsätze

 

2

 

 

Einsatzorte
Heidenheim (m. Teilorten)

 

8

 

Niederstotzingen

 

-

 

Königsbronn

 

1

 

Hermaringen

 

-

 

Steinheim

 

2

 

Sontheim/Br.

 

1

 

Gerstetten

 

1

 

Nattheim

 

-

 

Herbrechtingen

 

3

 

Dischingen

 

2

 

Giengen

 

1

 

Autobahn

 

2

 


Karl-Heinz Kocka